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Artikel-Nr. 77009
Greensleeves ... and Pudding Pies
"Continuospiel ist einfach und wer mit der Lesart des Generalbasses vertraut ist, kann jede Musik schnell vom Blatt begleiten".
Die vorliegende Sammlung ist in der Ensemblearbeit der Autorin mit ihren Schülern entstanden und soll den Einstieg in das Generalbaßspiel erleichtern.
Aber sie ist auch eine Musiksammlung der berühmtesten und schönsten alten Lieder und Tänze aus England, Schottland und Irland. Diese Musik bietet einen hervorragenden Ausgangspunkt um mit anderen gemeinsam zu musizieren und miteinander zu gestalten.
Der größte Teil der Stücke stammt aus den Sammlungen von John Playford. Dieser hatte einen Musikverlag in London und dort wurde in der Zeit von 1651 bis 1728 ein Tanzlehrbuch, "The English Dancing Master" immer wieder überarbeitet und aufgelegt. Zu den Tanzschritten veröffentlichte er mehr als 500 Melodien, oft volksmusikalischen Ursprungs; zum Teil aber aber auch höfische Tänze vom europäischen 'Kontinent'.
Ergänzt wird die Sammlung durch Stücke aus dem Fitzwilliam Virginal Book und dem Virginalbuch von Eliabeth Rogers, durch Variationsreihen aus der 'Division Flute', durch Vogelstimmenimitationen aus dem 18. Jahrhunderts und Kompositionen von Henry Purcell und John Dowland.
All diese Stücke waren, und sind teilweise bis heute, populäre Musik. Die meisten dieser Stücke sind nur als einstimmige Melodie erhalten, oft sogar ohne den Liedtext. Es gibt keine genauen Spielanweisungen und Arrangements. Bei einigen Stücken ist die Autorin sogar den umgekehrten Weg gegangen und hat kunstvolle Arrangements wieder auf das Grundgerüst zurückgeführt.
Um das Spielen im Ensemble zu erleichtern, wurden vielen Melodien weitere Stimmen angefügt. Diese Stimmen und auch die Generalbaßstimmen sollen jedoch lediglich Anregung zur eigenen Gestaltung sein. Ein phantasievolles Musizieren sollte in der Beschäftigung mit dieser meist einfachen Musik quasi Gebot sein.
Monika Mandelartz ist bei den meisten Stücken davon ausgegangen, daß die Melodien von Blocklöten gespielt werden. Natürlich sind auch andere Instrumentierungen möglich und schön. In vielen Fällen ist es auch reizvoll, die Stimmen zu tauschen. Daß hierbei aus parallelen Quarten parallele Quinten werden, braucht in diesem Stil nicht befürchtet zu werden. Denn hier sind parallele Gänge typisch.
Spieltechnische Hinweise und Erläuterungen wurden sehr knapp hinzugefügt, denn viele Worte machen einfache Sachverhalte oft verwirrend. Aufmerksames und genaues Zuhören ist die beste Hilfe. Schön ist was gefällt...
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