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La Marmotte - Les trois hommes noirs

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La Marmotte - Les trois hommes noirs

Artikel-Nr. CD0601

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Traditionelle französische Volksmusik - made in Germany - darf man das? Im Falle der Tübinger Murmeltiere auf jeden Fall!

Pünktlich zum 20-jährigen Bandjubiläum und ein Jahr nach der Umbesetzung am Akkordeon - Johannes Mayr (Hölderlin Express) ersetzt Jürgen Treyz - legt die Gruppe La Marmotte ihre neue CD vor. Die vier Vollblutmusiker aus Süddeutschland, bekannt für ihre mitreißende Interpretation traditioneller Tanzmusik vorwiegend französischer bzw. bretonischer Herkunft, zeigen, dass sie sich weiterentwickelt haben:

Ohne ihre Wurzeln in der französischen Tanzmusik zu verleugnen, haben sie ihr Repertoire ins Konzertante erweitert. Häufig im vierstimmigen Satzgesang und mit Instrumentalarrangements, die vor Spielfreude und Einfallsreichtum nur so sprühen, präsentieren La Marmotte Trink- und Liebeslieder, aber auch rabenschwarze Balladen aus Frankreich.

Wen es beim Anhören der CD vor lauter Schwung nicht mehr auf seinem Stuhl hält, beherzige den Rat Neidharts von Reuenthal: "Räumt die Schemel und die Stühle hinaus! Lasst die Tischgestelle wegtragen! Heute sollen wir vom Tanzen müde werden!"

Hier die Kritik des 'Meisters' Eric Montbel in der französischen Musikzeitschrift trad.Mag:

"Das dritte Album des Quartetts aus Deutschland ist - wie auch die vorherigen - in weiten Teilen der französischen Musik gewidmet. Ohne Zweifel auch das gelungenste Album, das viel Platz für Gesang (dunkle Balladen) und für feine Arrangements bietet.

Wir finden eine musikalische Ästhetik der englischen, bretonischen und französischen Folkgruppen der 70er und 80er; und diese Rückbezüge werden - wie es scheint - perfekt und transparent nachvollziehbar.

Einige bemerkenswerte Unterschiede zu den 70ern und 80ern fallen dennoch auf : zunächst die unglaubliche Qualität der Interpretation, die ohne Zweifel auf die Entwicklung der Instrumente hinweist, aber auch auf die Fähigkeiten der Instrumentalisten.....
Genaue Stimmung der Dudelsäcke im polyphonen Zusammenspiel mit Drehleiern, Bombarde und Akkordeon, manchmal begleitet von Violoncelli und akustischen Gitarren....

Und dann dazu noch eine einfühlsame, bewegende und melodische Präsenz von Perkussion, weit entfernt von jeglicher post-modernen Aufdringlichkeit (Demagogik).

Die Harmonien kommen aus einer tonalen Musik, in der die Modalität und das Spiel mit den Bordunen eher wenig repräsentiert ist.
Konstanze Kulinsky, Gesang und Drehleier, Johannes Mayr (Gesang und Akkordeon), Ulli Rüdiger (Gesang und Nyckelharpa, Dudelsack) und vor allem Christoph Pelgen ( Multi-Instrumentalist, der auf immer sehr hohem Niveau von den Cornemuses Bourbonnaises zu den Flöten, zur Bombarde wechselt und ebenso singt) beweisen große Eleganz und Meisterschaft in den Arrangements.

Besonders erwähnenswert die Instrumentalstücke (das großartige "Joli Coeur"), wohingegen die Auswahl der Gesangsstücke eher weniger Überraschungen verraten.

Eine Musik, die deswegen vielleicht zu kurz greift? Möglicherweise wird man bedauern, dass diese gefällige und süße Musik zu "brav" ist - und wahrscheinlich wird man sie genau deswegen schätzen und lieben.

Stimmen voll mit Fremdem, exotische Schwerpunkte, der Gesamteindruck einer "neo-europäischen" Musik, die mit französischen Instrumenten aus dem Repertoire französischer, schwedischer oder englischer Musik schöpft: La Marmotte ist eine besondere, eher untypische Gruppe, ein Experiment, das es ohne Zweifel genau zu verfolgen lohnt. Aufgenommen mit großer Qualität!" (Eric Montbel)

Die Titel:

1. Cardenal Mendoza (Christoph Pelgen) 3:22
2. Colin et la bergère (trad.) 4:26
3. Les trois hommes noirs (trad.) 7:00
4. La servante fardée (trad.) / Dans le ferme il y a neuf pains (trad.) 3:28
5. La jambe me fait mal (trad.) / Bourrée parisienne (trad.) 4:02
6. Charlotte / Silvana (Christoph Pelgen) 4:00
7. Le bouvier (trad.) 4:07
8. Joli-Cœur (Christoph Pelgen) 2:37
9. Le pieux buveur (trad.) / Laurier du bois (trad.) 3:52
10. La couverture (trad.) 3:44
11. Légende de Saint Nicolas (trad.) 6:51
12. Polska Nymphaea (Johannes Mayr) 4:24


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