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Artikel-Nr. 35-3
"Des andern theyls / viler kurtzweyliger
frischer Teutscher Liedlein
zu singen sehr lustig
Mit etlichen newen / Liedlein gemehret ..."
Georg Forster war neben seinem Beruf als Arzt Musikliebhaber, Textdichter, Komponist, Sammler, Bearbeiter und Herausgeber in einer Person. Seine fünf umfangreichen Sammlungen von Tenor- und Volksliedern sind ein bleibendes Dokument bürgerlicher Musikkultur des frühen 16. Jahrhunderts.
Der Ausgabe liegt "Des andern theyls ... Teutscher Liedlein ..." in der vierten Auflage, Nürnberg, 1565, zugrunde, wobei die Stimmbücher für ‘Discantus’, ‘Altus’, ‘Tenor’ und ‘Bassus’ für den heutigen Gebrauch in Partitur zusammengefasst wurden. Sie beinhalten Zech-, Jagd- und Schelmenlieder, Buhl-, Liebes- und Hoflieder, Martinslieder und erotische Lieder.
Obwohl Forster im Titel dieser Auflage nicht den Zusatz "... auff allerley Instrumenten zu brauchen" setzt, sondern ausdrücklich "... zu singen ..." hervorhebt, ist jedoch die Hinzunahme von Instrumenten, vorzugsweise Instrumente der Zeit wie Flöten, Krummhörner, Cornamusen, Dulciane, Pommern und Schalmeien, Lauten, Gitarren und Gamben durchaus zu empfehlen. Jede Kombination von rein vokal bis rein instrumental hat ihre Reize.
Die Texte der Lieder wurden meist im Original belassen, der Satz der modernen Notation angepasst.
Mit Abbildungen von Martina Sirtl nach historischen Vorlagen.
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